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FAQ - alle Steuerbereiche

Wie lange kann ich einen neuen Mitarbeiter zur Sozialversicherung anmelden?

Dienstnehmer müssen noch vor Arbeitsantritt – auch bei nur fallweiser Beschäftigung – beim zuständigen Sozialversicherungsträger (Gebietskrankenkasse) angemeldet werden. Die Anmeldung kann in einem einzigen Schritt über das elektronische Datensammelsystem Elda erfolgen. Stattdessen kann die Anmeldeverpflichtung auch in zwei Schritten erfüllt werden:

Mindestangaben-(Aviso-)Meldung (1. Schritt)

Vor Arbeitsantritt müssen die Mindestangaben gemeldet werden. Diese sind Dienstgeberkontonummer, Name, Versicherungsnummer und Geburtsdatum der beschäftigten Person sowie Ort und Tag der Beschäftigungsaufnahme.
Die Mindestangaben-Meldung vor Arbeitsantritt kann per ELDA online erfasst werden oder kann telefonisch oder per Telefax erfolgen. Wenn kein Faxgerät verfügbar ist, (und nur dann) Aviso-Meldung telefonisch erledigen und gut dokumentieren (Datum, Uhrzeit, mit wem gesprochen wurde).

Vollständige Anmeldung (2. Schritt)

Innerhalb von sieben Tagen ab Beginn der Tätigkeitsaufnahme sind die noch fehlenden Angaben zu melden.

Neu ab 1.1.2018: Vereinfachte Meldung

Statt der bisherigen Mindestangaben-Meldung und späteren Vollanmeldung kommt eine vereinfachte Anmeldung vor Arbeitsantritt. Darin müssen alle Daten angegeben werden, ohne die eine Anmeldung nicht möglich ist. Alle Daten die noch fehlen müssen nicht wie bisher in der Vollanmeldung bekannt gegeben werden, sondern werden bei der monatlichen Beitragsgrundlagenmeldung gemeldet.

Verstoß gegen die Meldebestimmung

Geprüft werden diese Anmeldungen durch die Finanzpolizei oder die Sozialversicherung. Liegt keine korrekte Anmeldung vor, kommt es zu einer Anzeige.

Die Geldstrafen reichen von € 730,00 bis zu € 2.180,00 pro Vergehen. Im Widerholungsfall muss mit bis zu € 5.000,00 pro Vergehen gerechnet werden. Ist diese Geldstrafe uneinbringlich, droht eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Wochen.

Wird zum ersten Mal eine Anzeige erstellt, kann die Geldstrafe auf € 365,00 herabgesetzt werden. Jedoch nur bei geringfügigen Abweichungen und unbedeutenden Folgen.

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Wann muss ich mit einer Anspruchsverzinsung rechnen?

Steuerpflichtige, deren Einkommen- oder Körperschaftsteuererklärungen per 1. Oktober des dem Veranlagungsjahr folgenden Jahres noch nicht bescheidmäßig veranlagt sind, müssen bei entsprechend hohen Steuernachzahlungen mit einer Zinsbelastung aufgrund ihrer späten Steuerentrichtung rechnen. Durch entsprechende zeitliche Festlegung von Anzahlungen kann dies vermieden werden. Verzinst werden Gutschriften (z. B. Vorauszahlungen - durch Bescheid festgesetzt - höher als festgesetzte Steuer) und Nachforderungen (z. B. Vorauszahlungen niedriger als festgesetzte Steuer) der Einkommen- und Körperschaftsteuer mit 2 % über dem Basiszinssatz. Keine Anspruchsverzinsung erfolgt bei Guthaben bzw. Rückständen auf einem Abgabenkonto aus anderen Abgaben.

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Kann ich Sanierungskosten eines Gebäudes schon vor der beabsichtigten Vermietung geltend machen?

Es können auch dann schon steuerlich abzugsfähige Werbungskosten vorliegen, wenn zum Zahlungszeitpunkt noch keine Einnahmen zufließen (Vorwerbungskosten). Die künftige Vermietung muss jedoch mit Sicherheit feststehen (z. B. mit dem zukünftigen Mieter ist bereits ein bindender Vertrag abgeschlossen worden = Vermietungsabsicht).

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Wann können Familienheimfahrten steuerlich geltend gemacht werden?

Eine Familienheimfahrt ist die Fahrt vom Wohnsitz am Arbeitsort zum Wohnort der Familie. Derartige Aufwendungen können dann im Rahmen der Werbungskosten geltend gemacht werden, wenn aus beruflichen Gründen eine doppelte Haushaltsführung vorliegt. Bei einem verheirateten bzw. in eheähnlicher Gemeinschaft lebenden Steuerpflichtigen können wöchentliche, bei einem allein stehenden Steuerpflichtigen, sofern er über eine eigene Wohnung verfügt, monatliche Familienheimfahrten geltend gemacht werden. Der Zeitraum, für den diese Familienheimfahrten geltend gemacht werden können, ist beschränkt. Einem ledigen Arbeitnehmer wird zugemutet, dass dieser etwa nach einem halben Jahr seinen Wohnsitz in die Nähe des Arbeitsortes verlegt. Bei einem Verheirateten beträgt dieser Zeitraum ca. zwei Jahre. Die anfallenden Fahrtkosten sind mit der höchsten Pendlerpauschale begrenzt. Dieses beträgt € 3.672,00 jährlich. Neben den anfallenden Fahrtkosten besteht auch noch die Möglichkeit, die am Beschäftigungsort anfallenden Wohnungskosten (Doppelwohnsitz) steuerlich geltend zu machen.

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Wann und wie kann ein Arbeitszimmer steuerlich geltend gemacht werden?

Die Kosten für ein im Wohnungsverband gelegenes Arbeitszimmer und dessen Einrichtung sind nur ausnahmsweise dann als Betriebsausgaben oder Werbungskosten abzugsfähig, wenn dieses Arbeitszimmer den Mittelpunkt der gesamten betrieblichen oder beruflichen Tätigkeit bildet. Die Beurteilung dessen erfolgt im Einzelfall nach dem typischen Berufsbild und einer wertenden Gewichtung aller Tätigkeitskomponenten. Beispiele für Tätigkeiten, deren Mittelpunkt (Schwerpunkt) jedenfalls außerhalb eines häuslichen Arbeitszimmers liegt: Lehrer, Vortragende, darstellende Künstler, Richter, Politiker.

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Was kann ich als Arbeitnehmer steuerfrei dazu verdienen?

Wer als Arbeitnehmer mit seinen Einkünften aus nichtselbstständiger Arbeit lohnsteuerpflichtig ist, kann andere Einkünfte bis zu € 730,00 pro Kalenderjahr steuerfrei dazuverdienen. Andere Einkünfte sind solche, die nicht dem Lohnsteuerabzug unterliegen, z. B. Einkünfte aus einer (pauschalierten) Land- und Forstwirtschaft, aus einer gewerblichen oder selbständigen Tätigkeit, aus einem freien Dienstvertrag oder einem Werkvertrag, aus Vermietung und Verpachtung.

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Wann sollte ich als Arbeitnehmer eine Veranlagung vornehmen?

Eine Arbeitnehmerveranlagung sollte unter anderem in folgenden drei Fällen vorgenommen werden:

  • Bei unterschiedlich hohen Bezügen nur während eines Teiles des Jahres,
  • wenn Ihnen erhöhte Werbungskosten, Sonderausgaben oder außergewöhnliche Belastungen entstanden sind, oder
  • wenn eine Negativsteuer zu erwarten ist.

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Wann muss ich als Arbeitnehmer eine Arbeitnehmerveranlagung abgeben (Pflichtveranlagung)?

Grundsätzlich hat ein Arbeitnehmer für das Erstellen der Arbeitnehmerveranlagung fünf Jahre Zeit. In manchen Fällen sind Arbeitnehmer aber auch dazu verpflichtet eine Veranlagung durchzuführen.  Wenn lohnsteuerpflichtige Einkünfte vorliegen, kann es zu einer Pflichtveranlagung kommen, wenn z. B.

  • andere Einkünfte von mehr als € 730,00 vorliegen
  • bestimmte Bezüge zugeflossen sind, wie z. B. aus einer gesetzlichen Kranken- und Unfallversorgung, Rückzahlung Pflichtbeiträgen, Zahlungen aus dem Insolvenz-Entgelt-Fond
  • ein Freibetragsbescheid bei der Lohnverrechnung geltend gemacht wurde
  • der Alleinverdiener-/Alleinerzieherabsetzbetrag oder der Pensionistenabsetzbetrag bei der laufenden Lohnverrechnung geltend gemacht wurde, die Voraussetzungen dafür aber nicht gegeben sind,
  • zeitweise gleichzeitig zwei oder mehrere lohnsteuerpflichtige Einkünfte bezogen wurden, die beim Lohnsteuerabzug nicht gemeinsam versteuert wurden,
  • eine Pendlerpauschale zu Unrecht oder nicht in der richtigen Höhe geltend gemacht wurde oder Änderungen (in diesem Zusammenhang) nicht gemeldet wurden,
  • unrichtige Angaben für einen steuerfreien Zuschuss zur Kinderbetreuung gemacht wurden.
  • Einkünfte aus Kapitalvermögen oder entsprechende betriebliche Einkünfte vorliegen, die keinem Kapitalertragssteuerabzug unterliegen
  • private Grundstücksveräußerungen erzielt wurden und für die Einkünfte keine Immobilienertragsteuer gezahlt wurde bzw. diese nicht abgegolten ist.

Wird die Pflichtveranlagung über FinanzOnline durchgeführt, ist sie bis 30. Juni des Folgejahres zu machen (in Papierform bis 30. April des Folgejahres).

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Was heißt Negativsteuer?

Ist die Einkommensteuer nach Anwendung des Tarifs und nach Berücksichtigung der Absetzbeträge negativ, so sind die Sozialversicherungsbeiträge, der Alleinverdienerabsetzbetrag bei mindestens einem Kind oder der Alleinerzieherabsetzbetrag inklusive den Kinderzuschlägen gut zu schreiben.

Diese Gutschrift beträgt ab dem Jahr 2016 maximal € 400,00. Für Pendler beträgt dieser Betrag € 500,00.

Pensionisten, die keine Lohn- bzw. Einkommensteuer bezahlen, erhalten vom Finanzamt eine Gutschrift von 50 % der Sozialversicherungsbeiträge - maximal € 110,00.

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Muss ich Belege aufheben und wenn ja, wie lange?

Grundsätzlich sind Akten und Belege sieben Jahre aufzubewahren. Daher können Akten und Beleg, die älter als sieben Jahre sind, entsorgt werden. Bei abweichenden Wirtschaftsjahren verlängert sich diese Frist um ein Jahr. Bei Unterlagen, die Grundstücke betreffen, verlängert sich diese Frist auf zwölf bzw. zweiundzwanzig Jahre. Eine weitere Ausnahme stellen Unterlagen für anhängige Verfahren, oder wenn solche zu erwarten sind, dar. In diesem Fall sind sie bis zur rechtskräftigen Beendigung des Verfahrens aufzuheben.

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Wann und wie können Kinderbetreuungskosten steuerlich geltend gemacht werden?

Kinderbetreuungskosten (z. B. für Kindermädchen, Kindergarten oder Hort) können weder als Betriebsausgaben noch als Werbungskosten geltend gemacht werden.

Jedoch können sie als außergewöhnliche Belastungen ohne Selbstbehalt geltend gemacht werden. Darunter fallen Aufwendungen für die Betreuung von Kindern bis höchstens € 2.300,00 pro Kind und Kalenderjahr unter folgenden Voraussetzungen:

  • das Kind hat zu Beginn des Kalenderjahres das zehnte Lebensjahr noch nicht vollendet,
  • es wurde für mehr als sechs Monate im Kalenderjahr der Kinderabsetzbetrag gewährt,
  • das Kind hält sich ständig im Inland, in einem Mitgliedstaat der EU oder des EWR oder in der Schweiz auf,
  • die Kosten müssen unmittelbar an eine Kinderbetreuungseinrichtung oder eine pädagogisch qualifizierte Betreuungsperson gezahlt worden sein.

Die Kinderbetreuungskosten sind auch von der unterhaltsverpflichteten Person absetzbar (z. B. geschiedener Elternteil), wenn ihr der Unterhaltsabsetzbetrag für mehr als sechs Monate im Kalenderjahr zusteht.

Wird die Begünstigung von beiden Elternteilen in Anspruch genommen, ist auch in diesem Fall der Betrag mit € 2.300,00 pro Kind limitiert. Es kann nur der Elternteil die Kosten steuerlich geltend machen, der sie nachweislich getragen hat. Absetzbar sind auch Kosten für Verpflegung. Reines Schulgeld für Privatschulen ist nicht abzugsfähig.

Ist ein Kind zu 50% oder mehr behindert, so sind Kinderbetreuungskosten bis zum 16. Lebensjahr des Kindes zusätzlich zu einem bestehenden Freibetrag von € 262,00 monatlich steuerlich abzugsfähig. Dies gilt bis zum Ende des Kalenderjahres, in dem das Kind das 16. Lebensjahr vollendet hat.

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Ich möchte ein Unternehmen gründen, welche Schritte zur Selbstständigkeit muss ich beachten?

Die Fragen und administrativen Probleme, die Sie sich auf dem Weg zur Selbstständigkeit stellen, sind vielfältig. An erster Stelle steht die Formulierung der Geschäftsidee. Danach schließen sich eine Reihe von Fragen an, die sowohl rechtlicher als auch finanzieller Natur sind. Die rechtlichen Fragen ergeben sich vor allem aus dem Steuer-, dem Sozialversicherungs-, dem Gewerbe-, und dem Gesellschaftsrecht. Hinsichtlich des Gewerberechts stellt sich die Frage, ob ich für diese Tätigkeit eine Gewerbeberechtigung benötige. Eine ganz wichtige Entscheidung ist aber auch die Wahl der richtigen Rechtsform. Das heißt, soll ich als Einzelunternehmer auftreten oder soll eine Gesellschaft gegründet werden. Dies hängt zum einen davon ab, ob ich mit einem Partner zusammenarbeiten will, aber auch von den rechtlichen Rahmenbedingungen. Den Rahmen stecken vor allem das Steuer-, das Sozialversicherungs-, das Gesellschafts- und das Haftungsrecht ab. Sind anfangs zum Beispiel eher niedrige Gewinne oder gar Verluste zu erwarten, sollten Sie aus steuerlicher Sicht eher zu einer Personengesellschaft (z. B. offene Gesellschaft, Kommanditgesellschaft) tendieren. Andererseits darf man auch hier nicht den haftungsrechtlichen Aspekt außer Betracht lassen. Eine Kapitalgesellschaft bietet den Vorteil, dass man nur bis zur Stammeinlage haftet. Diese beträgt € 35.000,00 und muss zur Hälfte in das Vermögen der Gesellschaft einbezahlt werden. Neugründer (Gründung: nach dem 30.6.2013) können ein Gründungsprivileg in Anspruch nehmen. In diesem Fall beträgt das Mindeststammkapital für die ersten 10 Jahre nach der Gründung nur € 10.000,00. Hinsichtlich der Finanzierungsfrage benötigen Sie bei einer Kreditaufnahme einen Finanzplan für die Bank.

Kontaktieren Sie unsere Berater. Wir helfen Ihnen gerne bei der Verwirklichung Ihrer Idee.

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Ich will den Steuerberater wechseln, was benötigen Sie von mir?

Zu allererst benötigen wir die laufenden Belege und die letzte Saldenliste, um die laufende Buchhaltung fortführen zu können und um die laufenden Steuern wie z. B. die Umsatzsteuervorauszahlung berechnen zu können. Weiters benötigen wir die Kontenausdrucke für den Zeitraum des laufenden Geschäftsjahres bis zu jenem Geschäftsjahr zurückliegend, in dem der letzte Jahresabschluss erstellt worden ist.

Des Weiteren sind notwendig:

  • bei Gesellschaften der Gesellschaftsvertrag;
  • sonstige wichtige Verträge wie Mietverträge, Leasingverträge, Kredit- und Darlehensverträge;
  • die bisher erstellten Jahresabschlüsse;
  • die Bescheide des Finanzamtes;
  • die Gewerbeberechtigung(en).
  • wenn eine Negativsteuer zu erwarten ist
  • etc.

Wichtig ist weiters, dass beim bisherigen Steuerberater das Auftragsverhältnis gekündigt wird.

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Welche Belege benötigen Sie für die Erstellung der laufenden Buchhaltung und wie müssen diese geordnet sein?

Es ist zu unterscheiden, ob Sie Bilanzieren oder ob Sie ein Einnahmen-Ausgaben-Rechner sind. Wenn Sie bilanzieren, müssen Sie die Ausgangsrechnungen getrennt von den Eingangsrechnungen alphabetisch und chronologisch ordnen. Die Bankauszüge und die dazugehörigen Überweisungsbelege müssen getrennt nach den jeweiligen Banken und Konten chronologisch geordnet sein. Die Auszüge für Kreditkarten sind ebenfalls nach Kreditkartenunternehmen getrennt und chronologisch zu ordnen. Weiters benötigen wir einen Ausdruck bzw. eine Kopie des Kassabuches. Sind Sie ein Einnahmen-Ausgaben-Rechner, müssen die Bankauszüge bzw. Kreditkartenauszüge getrennt nach Banken und Konten bzw. Kreditkartenunternehmen chronologisch geordnet werden. Zu jedem Kontoauszug sind die betreffenden Ausgangs- und Eingangsrechnungen dazuzulegen. Ferner benötigen wir einen Ausdruck bzw. eine Kopie des Kassabuches.

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Ich will mir einen neuen Pkw anschaffen, was muss ich beachten?

Die sogenannten „Fiskal-Lkw“ (z. B. Kleinbusse wie Minivans) sind vorsteuerabzugsberechtigt und es gilt für diese nicht die Angemessenheitsgrenze. Pkw sind nicht vorsteuerabzugsberechtigt. Es gilt die Angemessenheitsgrenze. Die Angemessenheitsgrenze (auch „Luxustangente“ genannt) für Anschaffungskosten von Pkw beträgt € 40.000,00. Bis zu dieser Grenze können die Anschaffungskosten von Pkw steuerlich auf acht Jahre verteilt zur Gänze abgesetzt werden. Liegen sie darüber, kann der die Angemessenheitsgrenze übersteigende Betrag steuerlich nicht abgesetzt werden. Durch Finanzierungsleasingverträge kann diese Regelung nicht umgangen werden. Die Angemessenheitsgrenze der Anschaffungskosten umfassen neben der USt und NoVA auch alle Kosten für Sonderausstattungen (Klimaanlage, Alufelgen, Sonderlackierungen, ABS, Airbag, Allradantrieb, serienmäßig eingebautes Autoradio, serienmäßig eingebautes Navigationsgerät usw.). Selbstständig bewertbare Sonderausstattungen gehören nicht zu den Anschaffungskosten (nachträglich eingebautes Navigationsgerät oder Computer-Fahrtenbuch). Anschaffungskostenabhängige Nutzungsaufwendungen (Kasko-Versicherung) sind im entsprechenden Ausmaß zu kürzen. Bei Gebraucht-Pkw ist für die Ermittlung der Luxustangente die Erstzulassung maßgeblich, sofern das Kfz nicht älter als fünf Jahre ist. In diesem Fall wird auf die tatsächlichen Anschaffungskosten abgestellt.

Elektroauto Vorsteuerabzug

Auch unternehmerisch genutzte Personenkraftwagen oder Kombinationskraftwagen ohne CO2-Ausstoß (z. B. Elektrokraftfahrzeuge) sind vorsteuerabzugsberechtigt. Der volle Vorsteuerabzug besteht, wenn die Anschaffungskosten € 40.000,00 nicht übersteigen. Für jene Pkw, deren Anschaffungskosten überwiegend keine abzugsfähigen Ausgaben darstellen (Anschaffungskosten über € 80.000,00), entfällt der Vorsteuerabzug zur Gänze.

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Stand: 2. Jänner 2017

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